Geschichte

Kleinanzeigen sind nichts anderes als Angebote. Mit diesem Hintergrund gehen Kleinanzeigen zurück bis zu etwa 3000 v. Chr.. Damals suchte ein ägyptischer Weber, genannt Theben, einen entlaufenen Sklaven. Er bot als Belohnung 1 Goldstück. Diese Art des Angebotes wurde über Marktschreier ausgerufen. Wenn man der Überlieferung glaubt, so war dies auch erfolgreich. Sein Sklave wurde gefunden und die Belohnung ausgezahlt.

Später, im alten Rom, wurden zur Zeit der römischen Republik Anzeigen für Wahlkämpfe an die Häuser geschrieben. Vielen Hausbesitzern war dies ein Dorn im Auge, so das sie an ihre Häuser schrieben, dort sei bitte nichts anzuschlagen. Die Hauswände wurden so zu sagen als altertümliche Litfaßsäulen benutzt.

Theophraste_Renaudot veröffentlichte das erste gedruckte Anzeigenblatt.

Theophraste_Renaudot veröffentlichte das erste gedruckte Anzeigenblatt.

Erste wirkliche, gedruckte Anzeigen stammen aus dem Jahr 1612. Damals eröffnete der Pariser Arzt Théophraste Renaudot das erste Anzeigenbüro. Was ursprünglich als Stellenbörse gedacht war, entwickelte sich jedoch schnell zu einem Marktplatz für private und gewerbliche Angebote. Mit Hilfe einer Druckpresse veröffentlichte dieser dann das erste Kleinanzeigenblatt. Es wurde kostenfrei verbreitet.

Langsam etablierte sich diese Art der Angebotsverbreitung mehr und mehr. Jedoch erst im 19. Jh. durften Kleinanzeigen in Deutschland gedruckt werden. Dieses auch nur in Veröffentlichungen für die sog. Oberschicht. Erst in den Siebzigern erreichten sie auch in Deutschland größere Bedeutung. Nach und nach wurden sie fester Bestandteil in Tageszeitungen und somit auch eine wichtige Einkunftsquelle für deren Verlage.

Mit der beginnenden Verlagerung der Annoncen ins Internet, brachen diese Einnahmen nach und nach weg, was vielen Zeitungen finanziell schwer zu schaffen machte. Doch mit dem Internet begann auch der Anzeigenmarkt rasant zu wachsen. Zum einem, weil es oftmals kostenlos war, hier zu inserieren. Aber auch wegen der deutlich höheren Reichweite. Anzeigenmärkte im Internet erreichen potentielle Interessenten weltweit.

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